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Stadtwerke Leipzig
Bereich Presse der Stadtwerke Leipzig
Bereich Presse der Stadtwerke Leipzig

Stellungnahme zur Kernenergiepolitik

Wettbewerb auf dem Energiemarkt nicht durch Laufzeitverlängerung gefährden

26.01.2010

Die Stadtwerke Leipzig beziehen Position zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke: Die von vielen Politikern als Brücke in die Zukunft bewertete Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke bedroht – gerade wenn sie unkonditioniert durchgeführt wird – massiv Wettbewerb und Innovation auf dem Energiemarkt.

Diese Stellungnahme basiert auf der Auswertung einer Studie des Institutes für Infrastruktur und Ressourcen-management der Universität Leipzig in Kooperation mit dem arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik Hamburg. Auftraggeber waren die 8KU, eine Interessen-gemeinschaft von acht großen kommunalen Unternehmen, zu denen auch die Stadtwerke Leipzig gehören.  

„Wir dringen auf eine Beteiligung in den anstehenden Gesprächen zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung“, betont Thomas Prauße, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig. Denn die 8KU-Unternehmen haben in beträchtlichem Umfang in Erneuerbare Energien und umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung investiert. „Wir haben uns auf das geplante Ausstiegsszenario verlassen. Eine Verlängerung bedeutet eine Gefahr für die Wirtschaftlichkeit unserer Anlagen“, so Prauße.

Gerade die Stadtwerke Leipzig sind Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien: „Rein rechnerisch könnten wir heute bereits rund 70 Prozent unserer Haushaltskunden mit ´grünem´ Strom versorgen“, erklärt Prauße. Umso schwerwiegender die Folgen einer Laufzeitverlängerung: „Dadurch werden weitere Innovationen verhindert, weil keine neuen Kraftwerke gebaut werden können. Zudem werden die Investitionsspielräume der großen Anbieter gestärkt – auf Kosten der Handlungsfähigkeit insbesondere der kommunalen Anbieter“, so Prauße weiter.

Diese Szenarien fußen auf den Ergebnissen der Studie unter Federführung von Prof. Dr. rer. nat. Thomas Bruckner. „Wir haben uns innerhalb der 8KU für die Energiekompetenz der Universität Leipzig stark gemacht“, erläutert Prauße. Das Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement hatte in seiner quantitativen Kurzstudie die Folgen der von der Politik derzeit erwogenen Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke analysiert.

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